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Tutorials zum Thema Virtualisierung

... hier finden Sie eine erste Einführung

 

In diesem Bereich von SVSDOWNLOADS.DE können sie den Umgang mit der Anwendungs-Virtualisierung SWV erlernen.

 

Es ist hilfreich erst die Einführung in das Thema zu lesen, um dann die detaillierten Informationen aus den Tutorials (in Text- oder Videoform) besser verstehen zu können.

 

Außerdem finden sie in der Rubrik "Übungen" eine Art Mini-Schulung zum Thema!

EINFÜHRUNG IN DIE ANWENDUNGS-VIRTUALISIERUNG

 

Unter dem Begriff “Virtualisierung” verstand man im IT Umfeld bislang eher die Virtualisierung von Rechner-Hardware.
Typische und bekannte Vertreter sind z.B. VMware, Microsoft Hyper-V oder auch Virtual Box.

 

Ein ganz anderer Ansatz der Virtualisierung bezieht sich im Unterschied dazu aber nicht auf die zugrundeliegende Hardware sondern auf die Anwendung, also auf die Software selbst. Diese zwei Techniken miteinander zu Vergleichen wäre Äpfel mit Birnen zu vergleichen, beide Virtualisierungstechniken fokussieren auf zwei ganz unterschiedliche Technologieen.


Anwendungs-Virtualisierung hat auch etwas mit Anwendungs-Isolierung zu tun und hat gegenüber der “traditionellen” Anwendungsinstallation u.a. den Vorteil, daß DLL Konflikte vermieden werden können.

 

So ist es z.B. möglich auf ein und dem selben Rechner verschiedene Versionen der selben Anwendungen zu installieren, die sich normalerweise nicht gleichzeitig installieren oder benutzen lassen.

 

Ein typischer Einsatz wäre die Installation und der parallele Betrieb von zwei verschiedene Office Versionen auf demselben Rechner. Man kann auch priorisieren, dass z.B. eine .doc Datei sich mit Word 2003 öffnet, während eine .xls Datei  mit Excel 2007 oder 2012 gestartet wird.

 

Virtualisierte Anwendungen führen keine Änderungen am File-System oder an der Registry des Rechners durch (bzw. nur auf ausdrücklichen Wunsch).

 

 

 

 

SWV ANWENDUNGEN WERDEN "AKTIVIERT" UND LAUFEN IN EINER VIRTUELLEN UMGEBUNG

Technisch entspricht die "Installation" einer virtualisierten Anwendung eher dem Entpacken einer ZIP-Datei in eine definierte Verzeichnisstruktur auf dem lokalen Rechnersystem (c:\flsrdr\... per default). Die Anwendung wird nutzbar indem der entsprechende Anwendungslayer aktiviert wird. Dabei wird die Anwendung sozusagen in das Betriebssystem "eingeblendet". Alle Systemänderungs-Nachrichten, die ein Programm an das Windows-Betriebssystem sendet – und umgekehrt - (Datei- und Registry-Operationen, lesen/schreiben) werden durch einen Treiber abgefangen und an eine isolierte/virtualisierte Registry - und Dateiumgebung umgeleitet, die explizit für diese Anwendung erstellt wurde.

 

Aus Sicht des Anwenders funktionieren virtualisierte Anwendungen natürlich exakt so, als wären sie auf ganz traditionelle Weise installiert worden, er wird keinen Unterschied feststellen. Nach der Aktivierung des entsprechenden Layers befinden sich alle Datein und Registry-Keys genau dort, wo sie der Anwender oder auch andere Anwendungen erwarten würden. Zumindest scheinbar.

 

 

 

BEDARFSGESTEUERTE BEREITSTELLUNG VON ANWENDUNGEN

Anwendungen können durch Senden eines simplen Befehls (per Admin-Oberfläche oder per Kommandozeile) sehr einfach und je nach Bedarf aktiviert, deaktiviert, oder auch auf den ursprüngliche Installationsstand zurückgesetzt werden.


Dies geschieht i.d.R. innerhalb weniger Sekunden (auch bei einer größeren Anwendung wie z.B. Office)!


SWV kann auch Dienste registrieren, die eine Anwendung mit dem Windows Service Control Manager installiert. Nachdem der Service Control Manager den Service gestartet hat ist die Anwendung funktionsfähig.


Die durch SWV installierten Anwendungen sind sofort verfügbar. Nach dem Aktivieren oder Deaktivieren einer Anwendung müssen keine Neustarts vorgenommen werden.

 

 

 

UNTERSTÜTZUNG BELIEBIGER MANAGEMENTFRAMEWORKS

Die Symantec Workspace Virtualisierung kann auch völlig unabhängig vom Altiris-Framework eingesetzt werden, z.B. auch in Kombination mit SCCM oder anderen Deployment-Tools.
Es werden API-, WMI- und Befehlszeilen unterstützt.


Letztendlich bedeutet dies, dass die client-seitigen Aktionen der SWV mit jedem Desktop-Management-Produkt ausgeführt werden können.

 

 

 

KEINE BEEINTRÄCHTIGUNG DER ANWENDUNGSLEISTUNG

Die Software Virtualization Solution bewirkt kaum Leistungseinbußen.
Kern der Technologie ist ein Filtertreiber, der weniger als 150 KB Speicherplatz belegt.

 

 

 

SYSTEMANFORDERUNGEN

Client

  • Microsoft Windows 7 and Win7 SP1 (64-bit and 32-bit)  (Windows 8 ab Version 7.5 ~ Q2/2013)
  • Microsoft Windows Vista and Windows Vista SP1 (64-bit and 32-bit)
  • Microsoft Windows Server 2008 and 2008 R2 (64-bit and 32-bit) when used as an endpoint
  • Microsoft Windows XP SP2 or SP3 (32-bit) *
  • Microsoft Windows Server 2003 SP1 or later and 2003 R2 when used as an endpoint

 

Server

32-bit and 64-bit editions of the following operating systems:
  • Windows 2008 Server, Windows 2008 Server R2
  • Windows 2008 Server, Windows 2008 Server R2

 

* If using SP2, Workspace Streaming requires the filter manager rollup hot fix. SP3 is required when using a non-English language XP operating system

 

 

 

TECHNISCHE UMSETZUNG  DER VIRTUALISIERUNG


Eine Anwendungsinstallation besteht letztendlich immer aus einem definierten Satz von zu installierenden Dateien, Registry-Keys und sonstigen System-Änderungen.

 

Diese Informationen (Systemänderungen) lassen sich z.B. mit Hilfe des “Symantec Workspace Virtualization Admin” während einer Anwendungsinstallation aufgezeichnen. Aus diesen Daten wird ein virtuelles Software Paket erstellt ( *.xpf Datei).

 

Somit enthält ein virtuelles Software-Paket also alle Dateien, Registry-Keys und sonstige Systemeinstellungen, die eine Anwendung ausmachen ("Application-Layer" oder auch "Anwendungs-Schicht"), kann aber auch nur Daten enthalten (Data-Layer oder auch "Daten-Schicht"), es gibt also zwei verschiedene Arten von virtuellen Paketen.

 

Diese virtuellen Pakete (.xpf Dateien),  können nur auf Rechner eingesetzt werden, auf denen auch der „Software Virtualization Agent“ installiert ist.

 

Ein virtuelles Software Pakete ist letztendlich eine Art Daten-Container (ZIP-kompatibel) und kann per File-Copy auf ein anderes Zielsystem kopiert werden. Dort muss es dann dem System durch einen Import mit Hilfe des „Software Virtualization Agent“ bekannt gemacht werden. Während dieses Importvorgangs wird die .xpf Datei (Dateien und Konfigurations-Informationen) in einen speziellen Bereich (z.B. C:\fslrdr\...) auf die lokale Festplatte „extrahiert“.

 

Erst nach der Aktivierung der entsprechenden Anwendung (= des entsprechenden Application-Layer) mit Hilfe eines Kommandozeilen-Aufrufs oder über eine Benutzer-Oberfläche („Symantec Workspace Virtualization Admin“) wird die Anwendung für das System mit all seinen Ordnern, Dateien und Registry-Einstellungen sichtbar, und damit für den Anwender oder andere Anwendungen nutzbar.

 

Obwohl es sich um eine virtualisierte Anwendung handelt  verhält sich diese für den Anwender nicht anders in Bezug auf Aussehen und Funktion wie jede andere Anwendung auf dem System, d.h. ein Anwender wird keinerlei Unterschied feststellen und gar nicht merken, daß er mit einer virtualisierten Anwendung arbeitet.

 

 

 
Sprachgebrauch:


Ein „virtuelles Software Paket“ kann in zwei Formen auftreten:

  • Als virtueller Software Layer (auf dem System)
  • Als „Extensible Package Format“ ( .xpf Datei).


Eine .xpf Datei ist transportabel und kann auf andere Rechner-Systeme kopiert werden.
Es ist i.d.R. auch möglich unter XP virtualsierte Anwendungen unter Windows 7 zu verwenden.

 

Eine .xpf Datei kann z.B. mit Hilfe des Altiris SWV Applets („Symantec Workspace Virtualization Admin“) erstellt werden, indem der entsprechende Application-Layer exportiert wird.

 

Um den Inhalt der .xpf Datei (z.B. eine virtualisierte Anwendung, es gibt aber auch reine Daten-Layer) auf dem Zielsystem nutzbar zu machen muss die entsprechende .xpf Datei auf dem Zielsystem erst wieder importiert und anschließend aktiviert werden.

 

Typischerweise wird pro Anwendung ein Application-Layer erstellt.

 

Ein Layer kann aber durchaus auch mehrere Anwendungen gemeinsam beinhalten, wobei jeder Layer immer als eine geschlossene Einheit verwaltet wird (aktiviert, de-aktiviert, zurückgesetzt).

 

Virtualisierte Anwendungen werden zur Laufzeit so mit dem Windows-Basissystem kombiniert, dass das System scheinbar den kombinierten Inhalt der virtualisierten Anwendung und des Basis-Betriebssystems enthält.

 

Die Symantec Workspace Virtualization erreicht dies, indem sie Dateisystem- und Registrierungsumleitungen verwendet, um Anforderungen an das System abzufangen und Ergebnisse auf der Basis der aktiven VSPs (Virtual Software Packages) übergibt.

 

Die Symantec Workspace Virtualization kombiniert das echte und das virtuelle Dateisystem, und fast diese für den Endanwender zu einer Sicht zusammen.

 

 

 

WERKZEUGE


Die Symantec Workspace Virtualization Technologie beinhaltet ein Werkzeug, den sogenannten SWV Admin, mit dessen Hilfe man entsprechenden Virtual Software Packages erstellen oder bestehende modifizieren kann. Der Download von SWV Admin ist kostenlos, die Nutzung für den privaten Gebrauch ebenso.

 

Darüber hinaus gibt es ein weiteres Tool, den “Symantec Virtual Composer”, mit dessen Hilfe man ebenfalls Virtual Software Packages erstellen und verändern kann. Unter Einbeziehung sogenannter Events können zusätzliche Programme oder Scripte ausgeführt werden. So ist es z.B. bei der Aktivierung eines Layers möglich auch entsprechende Berechtigungen zu setzten oder weitere scriptbasiert Aktionen auszuführen.

 

Ein wichtiges Feature von SWV ist die Möglichkeit sogenannte "Exclusions" definieren zu können. Exclusion (Datei-Erweiterungen und/oder Ordner) sind wichtig um bestimmte System-Änderungen (z.B. alle *.doc Dateien) von der Virtualisierung auszuschließen, so daß diese direkt im Dateisystem gespeichert werden und damit bei einem Layer-Reset nicht verloren gehen .